Fußpflege ist gerade bei einer Diabeteserkrankung ein sehr wichtiges und dennoch nicht risikoloses Thema. Die Unterschiede zu einer "gewöhnlichen" Fußpflege und was es alles zu beachten gibt, lesen Sie hier.
Diabetes mellitus ist eine chronisch verlaufende Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper zu wenig bis gar kein Insulin (das für die Senkung des Blutzuckerspielgels zuständig ist) produzieren kann. Der Blutzuckerspiegel steigt an und die Körperzellen können nicht mehr richtig arbeiten. Daher muss der Blutzuckerspiegel regelmäßig überwacht und künstliches Insulin gespritzt oder eingenommen werden, um die teils lebensbedrohlichen Folgen dieser Krankheit für den Patienten weitgehend in den Griff zu bekommen.
Es werden zwei Typen unterschieden:
Typ 1: Tritt in den jungen Jahren ein oder ist angeboren
- absoluter Insulinmangel
- Insulinbildende Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zerstört
Typ 2: Erwachsenen-Diabetes, tritt (meistens) im Alter ein
- relativer Insulinmangel
- nachlassende Insulinproduktion
- Ursachen sind oft ein Zusammenspiel aus Übergewicht und Bewegungsmangel ab einem Alter von etwa 40 Jahren
Diabetes wird oft verharmlost, die Folgen nicht richtig eingeschätzt - es handelt sich in vielen Fällen um eine lebensgefährliche Erkrankung!
Fußpflege bei Diabetespatienten
Die Fußpflege in einem zertifizierten Fachinstitut wie Feet & Skin emotion ist besonders für Diabetiker wichtig und sollte regelmäßig erfolgen. Unsachgemäße Pflege kann zu ernsthaften Verletzungen und unangenehmen Entzündungen führen.
Bei der Behandlung selbst richtet Ihre Fußpflegerin besonderes Augenmerk auf allfällige offene Stellen am Fuß oder andere auffällige Veränderungen. Es ist wichtig, bei der Bearbeitung der Hornhaut und der Nägel nicht zu tief zu arbeiten, um blutende Stellen in jedem Fall zu vermeiden. Die restliche Behandlung orientiert sich an der regulären Fußpflege, kann jedoch im Einzelfall je nach Ergebnis der Fußanalyse variieren. Lassen Sie sich bei einer kostenlosen Analyse beraten!
Tipps für Diabetiker
- Inspizieren Sie Ihre Füße täglich, bei Bedarf unter Zuhilfenahme eines Spiegels. Achten Sie dabei auf Rötungen, Druckstellen, Schwellungen und Hautrisse, vor allem in den Zehenzwischenräumen.
- Verwenden Sie keine Hühneraugenpflaster, da die darin enthaltenen Keratolytika Hautschäden verursachen können.
- Verwenden Sie nach Möglichkeit nur für Diabetiker geeignete Cremes und Badezusätze. Sie finden eine entsprechende Kennzeichnung in der Produktbeschreibung. Holen Sie im Zweifelsfall den Rat Ihres Arztes oder Ihrer Fußpflegerin ein
- Greifen Sie niemals selbst zu scharfen Instrumenten wie Nagelzwicker oder Nagelhautscheren. Bei Bedarf können die Nägel gefeilt werden.
- Gutes Schuhwerk ist ein Garant für ein sorgenfreies Gehen - auch bei Diabetikern. Tragen Sie breite Schuhe mit möglichst wenigen Nähten an der Innenseite.
- Nahtfreie Socken und Strümpfe sind die optimale Ergänzung zu den Schuhen. Stellen Sie sicher, dass die Socken nicht einschneidend auf Ihre Füße wirken. Am Besten sehen Sie das etwas oberhalb der Knöchel.
- Kontrollieren Sie vor dem Baden die Wassertemperatur, 37°C sollten nicht überschritten werden.
- Treten Sie bei Anzeichen von Entzündungen oder offenen Stellen an Ihrer Haut umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung.